Donnerstag, Februar 23, 2006

Jaaaa er lebt noch...er lebt noch...er lebt noch...jaaaa....na gut, lassen wir das!

Südamerika hat mich wieder und vor allem Mausita ist sehr angetan von meiner Anwesenheit. Allerdings liefen die letzten Tagen seit meiner Ankunft typisch lateinamerikanisch ab – denn alles kommt wie immer ganz anders als geplant.

Also der erste mittelgroße Schock holte mich schon am Flughafen in München ein. Beim Check-In sagte mir die nette Dame, dass ich zuviel Gepäck hätte. Das erstaunte mich sehr, da ich nicht mehr hatte als auf der letzten Reise. Die Wage zeigte 37kg an und erlaubt waren 20!!! Nach längerem Gespräch mit einer weiteren Dame hatte ich sie dann bis auf 10kg Übergewicht runtergehandelt. Trotzdem blieb mir nichts anderes übrig als den Rest nachzuzahlen, was meiner Reisekasse schon empfindlich wehtat.

Dann ging es los in Richtung Madrid. Dort hatte ich eine dreiviertel Stunde Aufenthalt, die ich damit verbrachte von einem Gate zum Anderen zulaufen. Es ging also gleich wieder direkt ins Flugzeug. Leider zögerte sich der Abflug um mehr als eine Stunde hinaus. da eine Eingangstür defekt war. Es war anscheinend ziemlich schwierig einen Passagier zu finden, der sich während des Fluges neben die Tür setzt und sie zu hält, damit sie nicht wieder aufgeht ;-)

Wenigstens hatten die Leute genügend Zeit ihre Sitzplätze hin und herzutauschen, das scheint so Tradition zu sein, wenn viele Latinos im Flugzeug sitzen. Ich platzierte mich dann neben einer Spanierin mit bolivischer Mutter und französischen Pass, die nach Kolumbien geflogen ist, um sich ihre Nase operieren zu lassen – Sachen gibt’s.

Nach 12h Flugzeit bin ich dann endlich in Bogotá angekommen, und wiederum hatte ich kein Glück mit meinem Gepäck. Ist schon ein blödes Gefühl, wenn man an diesem Band steht, auf seinen Koffer wartet, alle anderen ihre Sachen schon bekommen haben, nur die eigenen sind noch nicht da. Mein Rucksack war zum Glück dabei, aber als das Band aufhörte, weitere Gepäckstücke zu bringen, stand ich ohne Koffer da :-( Meine Mausita und ihre Freundin Lu haben auf mich gewartet und dann war der ganze Reisestress auch ganz schnell vergessen.

Eigentlich war geplant, dass ich gleich in meine Bleibe fahre, aber da es schon ziemlich spät war und ich auch nur unvollständig angekommen bin, blieb ich erstmal bei Mariechen im Haus. Am Sonntag war der Koffer immer noch nicht da und am Telefon wurden wir immer wieder vertröstet. Letztendlich kam er dann doch am Montagabend und glücklicherweise waren auch noch alle Sachen drin.

So, was jetzt noch fehlt ist über die Arbeit und über die Unterkunft zu berichten. Ersteres läuft gerade ganz gut an und das werde ich im nächsten Bericht näher erläutern. Zur Unterkunft gibt es auch einiges zu berichten, ich wohne nämlich immer noch bei Mariechen und am Samstag ziehe ich dann um, aber dazu auch später mehr.

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