Dienstag, August 11, 2009

El Chepe – Barranca del cobre

Seit langem stand mal wieder ein verlängerter Wochenendtrip an, um etwas mehr von Mexiko kennen zu lernen. Am Freitag früh ging es mit Kollege Matthias auf nach Chihuahua. Die Hauptstadt des gleichnamigen Bundesstaates hat ein paar nette Sehenswürdigkeiten anzubieten, die man aber nach einem halben Tag abgearbeitet hat. Da blieb abends noch Zeit den Hotelpool zu besuchen. Wenn man Wikipedia glaubt, dann kommen die kleinen Hunde auch aus dieser Region.

Chihuahua war allerdings nur der Startpunkt unserer eigentlichen Reise. Am Samstag morgen sind wir in den Zug El Chepe gestiegen, der quer durch das Gebirge bis fast an den Pazifik nach Los Mochis fährt.

Der Zug durchfährt die Kupferschlucht Barranca del Cobre und überquert auf dieser Strecke 37 Brücken, fährt durch 86 Tunnel und das ganze dauert 16h! Normalerweise plant man für diese Reise mindestens einen Aufenthalt ein, aber das mussten wir aus Zeitgründen weglassen und Sitzfleisch im Zug beweisen.

Auf dem höchsten Punkt der Strecke (2500m) in einem kleinen Ort Namens Divisadero macht der Zug einen halt und man kann raus springen und Fotos von der Schlucht schießen. Dort verkaufen einige Angehörige der im Gebirge ansässige indianische Bevölkerung auch selbstgemachten Schmuck, Körbe, Tücher usw. Außerdem gibt es für die Zugtouristen mit Fleisch, Käse und Salat gefüllte Fladen (Gorditas). Die Preise wurden für die Touris entsprechend angepasst.

Nach unserem Kurzaufenthalt ging es weiter mit dem landschaftlich interessantesten Teil der Fahrt. Den höchsten Punkt überwunden ging es abwärts auf Höhe Meeresspiegel durch die Schluchten der Sierra Madre, sehr beeindruckend. Teilweise habe ich mich gefühlt wie im wilden Wissen – mit der Dampflok durch die Prärie.


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