Die Zeit vergeht, man glaubt es kaum. Mir scheint es wie gestern, als ich noch auf meinen Koffer am Flughafen gewartet habe und jetzt geht das Einpacken bald wieder los. Am 6. Mai trete ich die Rückreise an...ich werde schon mal ein paar Taschentücher zurechtlegen :-(
Ich habe lange nichts geschrieben und auch keine Notizen gemacht, deshalb ist mein armer Kopf jetzt sehr damit überfordert, sich an alles zu erinnern, was alles so passiert ist in den letzen Wochen.
Ich fange mal mit Ostern an. Ich hatte die ganze Woche glücklicherweise frei und so konnte ich mich vom stressigen Arbeitsalltag etwas erholen ;-) Marias Papa hat mit mir an einem Tag einen sozusagen historischen Stadtrundgang gemacht. Erstes Ziel war die Finca von Simón Bolívar. Diesen Namen hatte ich ja schon mehrmals erwähnt – der Befreier und spätere Präsident von Kolumbien.
Simón Bolívar
Marias Vater interessiert sich sehr für Geschichte, sitzt manchmal stundenlang an seinem Schreibtisch, liest englische Bücher und schreibt sich wichtige Sachen raus. Somit kennt er sich natürlich bestens mit der Historie Kolumbiens aus und kann jede Menge erzählen. Zugegebenermaßen ist es nicht immer einfach ihn zu verstehen. Er kommt von der Küste und da haben die Leute einen starken Akzent. Nichtsdestotrotz ist das was ich verstehe sehr interessant.
Im Anschluss an Bolívars Häuschen ging es in die Altstadt und zunächst an den Geburtsort Bogotás, dort wo die Stadt gegründet wurde. Dieser Platz liegt in einem (logischerweise) sehr alten Viertel mit vielen Häusern im Kolonialstil, typisch spanisch mit kleinen Balkonen und Verzierungen.
Geburtsort Bogotás
Wir haben zu Fuß weiter die Altstadt erkundet bis uns der Regen erwischt hat. Von einem kleinen Guss konnte nicht die Rede sein, eher vom Tropensturm. Die Straßen verwandelten sich in kleine Flüsse und der Verkehr brach zusammen. Das Problem ist, dass das Wasser gar nicht oder nur sehr schlecht abfließt, da die Kanalisation mit Müll zugestopft ist.





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