Samstag. 18. März
Siemens Andina
Ich hatte ja schon mal das Vergnügen bei Siemens zu arbeiten, nämlich im Sommer 2002 in Erlangen. Deshalb erinnert mich meine Tätigkeit hier oftmals an mein erstes Aufeinandertreffen mit dieser Firma, denn die Strukturen sind schon ziemlich ähnlich und der Tagesablauf ist auch wie in Deutschland. Ich bin also bei Siemens Andina, das umfasst alle Länder in Südamerika, die von den Anden durchzogen werden, also z.B. Peru, Ecuador, Kolumbien und Venezuela. Bogotá ist der Hauptsitz mit über 1000 Angestellten. Siemens gibt es hier schon sei über 50 Jahren.
Ich arbeite im Bereich Communications. Wie das Wort schon richtig sagt, wird hier viel Kommuniziert, ich habe den Eindruck, dass die meisten Leute die Hälfte des Tages damit verbringen, in Meetings zu sitzen und ausgiebig Informationen auszutauschen. Mit Informatik kennt sich hier keiner aus, deshalb kann auch niemand so richtig nachvollziehen was ich eigentlich mache. Kurz gesagt, ich erstelle Programme, die dann (vielleicht sogar in einem der vielen Meetings) genutzt werden, um Daten auszuwerten und daraus leichter Informationen zu ziehen. Ich sitze also den ganzen Tag vor dem Computer und drücke auf der Tastatur rum. Teilweise ist das ganz interessant, wenn man neue Probleme zu lösen hat. Manchmal wird es aber auch langweilig, wenn sich die Sachen wiederholen.
Zu meinem Tagesablauf gibt es zu sagen, dass ich immer pünktlich 8:00 Uhr im Büro bin und mehr oder weniger pünktlich 17:30 Uhr das Gebäude wieder verlasse. Ein Büro sieht so aus, dass ein Bereich mit meistens vier Arbeitsplätzen durch verschiebbare Wände abgetrennt ist. Man hat also diese typischen Großraumbüros, allerdings gibt es hier nicht diese 1 mal 1 Meter Boxen, wie man sie aus dem Film kennt.
Eine Kantine zum Mittagessen gibt es auch und das bezahlt Siemens sogar für mich. Es gibt so eine Art Buffet und man kann sich so viel nehmen wie man will – all you can eat sozusagen. Da muss ich schon manchmal aufpassen, dass ich nicht so gierig bin, das Essen ist nämlich sehr gut aber zuviel davon verzeiht mir mein Magen auch nicht.
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