Nun war es also Samstag und es ging los mit meiner Reise nach Kolumbien. Bogotá ist ja gleich um die Ecke, so dauerte der Flug auch nur knapp eineinhalb Stunden. Wenn man übrigens in Quito mit dem Bus vom Norden der Stadt in den Süden fährt, braucht man auch so lang. Komischerweise habe ich es zum ersten Mal erlebt, dass ein Flugzeug früher los geflogen ist und demzufolge bin ich ca. 20 Minuten eher gelandet. Nichts desto trotz stand Maria und ihre Mama schon am Ausgang des Flughafens und haben auf mich gewartet. Wir haben uns auch gleich erkannt, aber das war auch nicht sonderlich schwierig :-)
Dann ging’s mit dem Taxi zu Maria nach Hause. Sie wohnen in einer richtig netten Gegend mit Reihenhäusern und viel grün drum herum. Eine Eingewöhnungsphase hatten das Mariechen und ich eigentlich überhaupt nicht...gesucht und gefunden...und so ist es bis heute!
Abends waren wir im Kino mit Freundin Luisa und haben einen kolumbianischen Film angeschaut. Wie in vielen dieser Filme ging es um die Drogenszene, die glücklicherweise heutzutage nicht mehr so dominant ist.
Der nächste Tag war auch schon ausgeplant. Mit dem Bus ging es etwas außerhalb von Bogotá zur Catedral de la Sal. Das ist ein Salzbergwerk in dem der größte Teil des Salzbedarf Kolumbiens abgebaut wird. In der Salzmiene befindet sich auch ein riesiger Saal mit einer Kirche. Und dort finden zum Beispiel Hochzeiten und Konzerte statt.

Die nächsten Tage haben dann Mariechen und ich damit zugebracht Bogotá zu erkunden. Die Stadt ist wirklich riesig und meiner Meinung nach ganz anders als Quito. Mit 6 Millionen Einwohnern ist es schon allein fast sechs Mal so groß.
Es gibt ein richtiges Zentrum mit Regierungsgebäuden, Museen und Einkaufsstraßen. Auffallend ist, dass jedes Gebäude von bewaffneten Soldaten bewacht ist. Der Grund ist, dass sich das Land quasi im Krieg mit dem Guerilla befindet. Diese Gruppen haben immer noch Kontrolle über einige Teile von Kolumbien. Und deshalb ist zum Beispiel die Gefahr von Bombenanschlägen sehr groß. Wenn man in ein Einkaufszentrum geht, wird am Eingang immer die Tasche kontrolliert.
Besonders gut bewacht ist das „Museo del Oro“ = Museum des Goldes, denn das ist voll mit Gold aus den verschiedenen Region Kolumbiens. Meist wurde es von Eingeborenen erlangt oder durch spanische Eroberer erbeutet. Man kann dort auch eines der größten Smaragde der Erde bewundern.
Kolumbien ist sehr berühmt für seinen Kaffee und vor allem der Name Juan Valdez ist über die Landesgrenzen hinaus bekannt. Was Starbucks-Cafes in den USA, sind Cafes von Juan Valdez in Kolumbien und natürlich durften wir uns das auch nicht entgehen lassen.
Wie in Südamerika so üblich, gibt es natürlich auch eine Stierkampfarena. Wie bei uns die Leute zum Fußball gehen, besucht man dort einen Stierkampf. Es gibt natürlich auch viele Gegner, da das Ende eines Kampfes meist der Tod des Stieres ist. Auch werden Stierkämpfe nur zu Festtagen veranstaltet. Es werden aber auch Konzerte oder andere große Veranstaltungen in der Arena ausgerichtet. Gleich daneben befindet sich das Planetarium von Bogotá. Leider ist es zum Sterne bewundern völlig ungeeignet, da Teleskop vorhanden ist. Trotzdem ganz interessant war die Ausstellung über das, was man in Kolumbien so ist. Wie in Deutschland auch, haben verschiede Regionen, verschiedene Spezialitäten.
Am Donnerstag sind wir mit Marias Papa auf den Berg Monserrate hinauf gefahren. Mit einer Bergbahn ging steil hinauf und auf dem Gipfel hat man einen faszinierenden Blick über Bogotá. Da sieht man erstmal wie riesig die Stadt eigentlich ist.










Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen