Samstag, September 17, 2005

17./18./19. September

Nach einer Woche Sightseeing in Bogotá ging es nun am Samstagvormittag mit dem Auto „aufs Land“. Los ging’s also raus aus Bogotá ins Umland und erstes Ziel war die Brücke von Boyacá. Mariechen behauptet ja es wäre die größte Brücke der Welt, aber wenn man das Foto anschaut, kann man sich selbst ein Bild machen. Jedenfalls fand an diesem Ort eine historische Schlacht zwischen dem Befreier von Südamerika, Simón Bolívar, und der spanischen Armee statt. Bolívar ist wohl Nationalheld Nummer 1 in Kolumbien. In jedem kleineren Städtchen steht eine Statue von ihm und natürlich gibt es jede Menge Monumente, die ihm gewidmet sind.

Brücke von Boyaca

Weiter ging’s über Berg und Tal durch wunderschönes Landschaften bis zum einem kleinen Dorf namens Villa de Leyva. Zum Mittag gab’s deftiges aus dem Steinofen und danach haben wir uns den Nachmittag damit vertrieben die schönsten Ecken zu erkunden.

Villa de Leyva


Am späteren Abend kamen wir dann zu unserer Herberge oder besser gesagt Finca. Das wie ein kleines Hotel zum selbst versorgen mit hübschen Zimmern und Garten. Der Papa arbeitet bei einer Agrarfirma und dieser gehört auch die Finca. Im Nachbarort haben wir uns noch eine Pizza gegönnt und dann ging’s auch schon ins Bett.

Chiva columbiana

Die Finca

Am nächsten Morgen sind wir nach einem regionstypischen Frühstück wieder in Richtung Berge gefahren durch das größte Zwiebelanbaugebiet Kolumbiens. Also ich sag mal so, leben würde ich da nicht unbedingt wollen, denn Zwiebel mag ich ja überhaupt nicht und diesen Geruch jeden Tag ertragen zu müssen wäre dann noch zuviel.

Sogar ein Denkmal gibt's für die Zwiebel

Weiter ging’s zum Playa Blanca – ein weißer Strand aber kein Meer weit und breit. Aber dafür ein See, ein Restaurant und ein Zeltplatz. Wenn die Temperaturen etwas wärmer sind, dann findet man sich dort ein zum Camping, Grillen und natürlich Baden. Der Rückweg zur Finca ging durch unwegsames Gelände aber glücklicherweise hatten wir einen Jeep mit Allradantrieb. Den Abend haben wir gemütlich vor dem Fernseher ausklingen lassen :-).

Playa Blanca

Und schon war es wieder Montag – Rückreise nach Bogotá. Unterwegs haben wir immer mal wieder an interessanten Orten halt gemacht. Zum Beispiel an einem weiteren Denkmal, dass dem Befreiungskampf der Südamerikaner gegen die Spanier gewidmet ist.

Pantano de Vargas

Dann kamen wir zu einem Dorf, dass sich auf den Verkauf der Frucht FEIJOA spezialisiert hat. Diese ist in Europa völlig unbekannt, sieht aber aus wie eine grüne Zitrone und schmeckt relativ gut. Gemacht wir daraus alle: Marmelade, Likör, Kuchen...

Tibasosa - Das Dorf mit den Feijoas


Letzter halt war in einem kleinen Städtchen namens Tunja bevor es dann endgültig nach Bogotá ging. Die Reise war wirklich sehr interessant, da Marias Papa jede Menge Geschichten zu allen Orten die wir besuchten erzählen konnte. Ich muss aber zugeben, dass ich nicht wirklich immer alles verstanden habe, denn er kommt von der Küste und dort haben die Leute einen ganz anderen Dialekt. Das man sehr schnell spricht ist ja nichts Neues, aber dann werden noch dazu Buchstaben und ganze Silben verschluckt und dann wird es mit dem Verständnis schon sehr schwierig.

In Tunja beim Avocado kaufen

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