Freitag, September 02, 2005

Woche vom 22. bis 28 August

Calle Chile im Zentrum Quitos

Ok, neue Woche, neues Glück. Leider muss ich sagen, dass die Tabletten überhaupt nicht angeschlagen haben. Die Halsschmerzen wurden schlimmer und ich konnte zeitweise gar nicht mehr richtig sprechen. Das macht sich natürlich nicht gut, wenn man unterrichten muss. Mein Schüler mussten sich dann größtenteils mit meinem Tafelbild und Übungen im Buch begnügen. Da sich langsam aber sicher meine Nebenhöhlen mit Sachen füllten, die ich nicht näher beschreiben will und der Hals sich auch nicht besserte, bin ich noch mal zum Arzt gegangen. Diesmal gabs Antibiotika und nach drei Tagen war dann alles schon wieder fast vergessen.


Blick auf Panecillo von der Altstadt


Zu allen Überfluss hatte ich am Freitag noch große Spanischprüfung. Nach vier Wochen Unterricht, habe ich einen Test gemacht, der in der ganzen Welt anerkannt wird. Die Prüfung war nicht einfach aber machbar. In zwei Monaten erfahre ich die Ergebnisse.

Iglesia de Santo Domingo

Am Samstag war dann Kulturtag angesagt. Wir, das sind Gastmama, Gastbruder Alejo, ein Freund der Familie und ich, haben drei Museen in der Stadt besucht. Klingt vielleicht nicht so spannend aber alles in allem war es sehr interessant, muss ich zugeben. Ich habe viel über Ecuador und Quito gelernt.



Eine Ausstellung handelte über die Ereignisse am Anfang des Jahres, als die Menschen auf die Straße gingen, um den Präsidenten zu stürzen. Na ja, die südamerikanische Mentalität führte dazu, dass man ihn nicht nur vom Amt entfernen wollte, sondern auch gleich um die Ecke bringen. Das ist dann noch nicht gelungen und er konnte in die Staaten flüchten. Ecuador hat, wie viele Länder, große Probleme mit Korruption und der Expräsident Lucio war in einige schlimme Geschäfte verstrickt.



Am Abend gings dann noch zum Geburtstag einer Tante, wo ich erstaunlicherweise noch mehr Familienmitglieder kennen lernte, die ich vorher noch nicht getroffen hatte. Die Durchschnittsfamilie ist hier viel größer als in Deutschland. Einige meiner Stundenten haben bis zu 50 Cousins, unvorstellbar oder?

Plaza de la Independencia

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