Donnerstag, Juli 07, 2005

Donnerstag, 7. Juli

Ich habe das Gefühl, dass ich mich langsam dem südamerikanischen Lebensstil anpasse, dann meine Pläne ändern sich täglich und was genau passiert, kann ich nie voraussagen...aber von vorn...

Die beiden Söhne Aldo und Alejandro arbeiten bzw. studieren an der Privat-Uni San Francisco. Aldo ist Systemingenieur und Alejandro studiert Jura. Am Mittwoch haben wir also die Uni besucht, um nach eventuellen Spanischkursen zu fragen. Die Uni an Sich ist wunderschön,
ich würde fast sagen, es sie dort aus wie im Paradies. Überall kleine Gärten, Brunnen, hübsche Gebäude, Palmen usw. Man sagt, es ist die beste und schönste Uni Ecuadors. Jedenfalls haben wir dann ein Angebot für einen Sprachkurs bekommen, der geht 4 Wochen lang von Mitte Juli
bis Mitte August, das würde eigentlich gut passen. Aber wie gesagt, das kann sich auch alles schnell wieder ändern.



Hübscher Innenhof im Stadtzentrum von Quito


Am späteren Nachmittag haben dann Courtney und ich im Supermarkt eine Nachhilfestunde von Ana Maria in Sachen Lebensmittelvokabular bekommen. Der Supermarkt war riesig und Lebensmittel sind relativ günstig. Das man an der Kasse die Tüten eingepackt bekommt, bin
ich ja schon von Kanada gewöhnt, aber das dann noch einer mit dem Wagen in die Tiefgarage kommt und das Auto einlädt, war mir neu.

Um noch mal auf meinen "Plan" zurück zukommen - ich wollte eigentlich in einem Zentrum arbeiten, die sich um Kinder kümmern und sie dort betreuen und unterrichten. Deshalb ist meine Gastmama mit mir heute (Donnerstag) dort hingefahren, damit wir uns das ganze mal anschauen können. Offensichtlich gibt es dort sehr viele Volontäre und die Aufgabe besteht darin, sich mit Kindern in verschiedenen Stadtvierteln zu beschäftigen und sie vielleicht sogar zu überreden, wieder in die Schule zu gehen. Jedenfalls habe ich mich nach etwas Überlegen dazu entschlossen, dass das vielleicht nicht so das wabre ist. Erstens möchte ich mir
nicht jeden Tag meine Geldbörse oder meine Uhr klauen lassen und zweitens reicht wohl mein Spanisch noch nicht aus, um wirklich überzeugend zu wirken ;-)

Das heißt also, Ana Maria und ich sind nun auf Suche nach anderen Beschäftigungsmöglichkeiten für mich, mal schauen was sich ergibt.

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