Donnerstag, Juli 21, 2005

Jetzt ist Schluss mit lustig. Jetzt heißt es jeden Tag 7:30 Uhr aufstehen, Frühstück und dann ab ins Sprachinstitut. Bis 13 Uhr stehe ich dann im Klassenzimmer und versuche meinen lieben Schülern beizubringen, wie man auf Englisch Hallo und auf Wiedersehen sagt..vorbei ist's mit der Urlaubsstimmung...

Am Montag war mein erster Arbeitstag und ich war schon ein wenig aufgeregt. Die Aufregung legte sich dann aber schnell, als mir mitgeteilt wurde, das niemand von meinen versprochenen Schülern aufgetaucht ist. Hmmm, was nun...damit ich nicht gleich am ersten Tag arbeitslos werde, wurde mir direkt eine neue Klasse zugeteilt. 12 Schüler im Alter von 11 bis 20 und alles Anfänger. Völlig unvorbereited und ohne jegliche Ahnung was ich denen beibringen sollte stand ich da nun. Glücklicherweise stellte sich heraus, dass die meisten schon ein Grundwissen von Englisch haben, was das Arbeiten sehr erleichterte.

Heute, am Mittwoch, habe ich nun schon drei Tage Lehrer sein hinter mir und ich muss sagen, es macht eigentlich Spaß. Natürlich hat man immer ein paar in der Klasse, die keinen richtigen Bock haben aber den werde ich schon auch noch Beine machen ;-) Meine "Leidensgenossen", die die anderen Klassen unterricheten sind alle sehr nett und haben immer ein offenes Ohr für meine Fragen.

Was ist sonst noch so los in Quito. Am Montag war ich mit Alejandro und ein paar Freunden endlich mal ganz oben auf dem Teleférico. Das ist der 4100m hohe Berg, den man mit der Seilbahn erklimmt. Von dort kann erstmal erkennen wie weit sich eigentlich Quito erstreckt. Bei
frostigen Temperaturen haben wir Glühwein getrunken und ich habe mich gleich wie auf dem heimischen Weihnachtsmarkt gefühlt.

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