Montag, Juli 04, 2005

Montag, 4. Juli
Glücklicherweise bin ich noch sehr motiviert meine erlebten Eindrücke
niederzuschreiben...ich hoffe, dass hält noch eine Weile an.

Heute war also der erste "richtige" Tag in Quito. Nachdem ich es nicht
geschafft habe vor 10 aus dem Bett zukommen, wollte ich dann erstmal duschen. Es stelle sich aber heraus, das ich nicht fähig war, warmes Wasser aus der Dusche zu zaubern. Also hab ich auch ganz schnell wieder die Flucht aus dem Bad ergriffen. Alejandro hat mir später den Trick erklärt, wie man doch mit warmen Wasser duschen kann...morgen früh bin ich schlauer...Ich hatte das Vergnügen die Putzfrau Doris kennenzulernen, die außerdem für Frühstück und Mittag zuständig ist. Schon praktisch so eine Haushaltshilfe, ich muss mal testen, ob sie auch mein Zimmer aufräumt und mein Bett macht ;-) Dann sind Alejandro und ich zu einer Sprachschule gegangen und haben uns dort erkundigt. Es stelle sich allerdings heraus, dass diese sehr sehr teuer ist und deshalb nicht in Frage kommt. Die nächste ist nur mit dem Bus zu ereichen, was aber auch keine Problem ist, denn Busfahren kostet hier 25 Cent. Höchstwahrscheinlich werde ich dann nächste Woche einen Intensivkurs machen und das muss dann reichen für das weitere Überleben. Ich muss zugeben, mir fällt es sehr schwer die Leute zu verstehen. Mir geht es aber nicht allein so, denn ich habe mit Courtney, der anderen Studentin, die hier noch wohnt, gesprochen und obwohl sie schon mal für ein halbes Jahr in Spanien gelebt hat, fällt es ihr auch sehr schwer das Spanisch hier zu verstehen. Von dem Bilden eigener Sätze fange ich jetzt gar nicht erst an zu schreiben.

Aber zurück zum Tagesablauf, Alejandro hat mir dann ein wenig die Innenstadt gezeigt. Es gibt Teile, die wurden vor einigen Jahren renoviert und sind daher sehr hübsch anzusehen. Es gibt natürlich auch Ecken wo es sehr ärmlich aussieht. Alles in allem hat das Zentrum meiner Meinung nach den typischen Charakter einer südamerikanischen Stadt (obwohl ich keinen Vergleich habe) mit vielen kleinen Läden, Kneipen, etlichen Kirchen und Plätzen wo sich die Menschen sammeln. Natürlich gibt es auch Bettler und Kinder die Geld haben möchten aber abgesehen von den Kindern, findet man das in den Großstädten von USA und Kanada auch zur Genüge.

So sieht es aus, wenn man Nachts mit der Kamera auf dem Balkon steht

Am frühen Nachmittag sind wir dann heimgekommen und das Essen stand auch schon fertig auf dem Tisch, welch ein Service! Als dann die Gastmama auch heimkam, ist sie mit Alejandro, Courtney und mir in ein Einkaufzentrum gefahren. Eigentlich wollte ich mir eine Jeans kaufen, was sich allerdings sehr viel schwieriger rausstellte als erwartet. Man muss nämlich bedenken das der ecuadorianische Durschnittsmann bestimmt einen Kopf kleiner ist als ich. Dementsprechend gibt es natürlich keine Jeans mit solangen Beinen wie ich sie hab :-( Aber ich werde die Suche nicht aufgeben...

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