Freitag, Juli 08, 2005

Freitag, 8.Juli

Viele haben sich vor meinem Aufbruch ins Ungewisse Sorgen gemacht, ob es mir auch gut gehen wird und ob es dort sicher ist. Und dann fliegen im "guten alten" Europa wieder mal Bomben in die Luft und man fragt sich wo das noch hinführt...

Am Donnerstag ging es in der Früh schon zum Sprachinstitut Benedikt, die unterrichten dort Spanisch und Englisch. Ich habe einen Test gemacht, der beweisen soll, dass ich fähig bin Englisch zu unterrichten und wenn ich viel Glück habe, kann ich dass dann auch tun und bekomme als Gegenleistung Spanischstunden. Aber ob das wirklich so Eintritt werde ich noch erfahren.

Nach dem ich auch mal kennen gelernt habe, wie es südamerikanischen
Behörden zu geht (Nummer ziehen, nur 50 Leute abwarten, an einem von den 20 Schreibtischen sein Anliegen anbringen) hab ich den Nachmittag chatten und Emails schreiben zugebracht.

Abends kamen Freunde von Aldo
zu Besuch. Nach dem Abendessen und Kaffee und Torte wurden dann Also und Esteban überredet die Gitarren herauszuholen. Nach anfänglichen Zögern haben sie sich letztendlich doch breit schlagen lassen. So kam ich also in den Genuss eines südamerikanischen Gitarren + Gesangs Abends. Nach dem ich mit mir einem Rum Mut angetrunken hatte, wurde mein Vorschlag, ein deutsches Lied mit der Gitarre vorzutragen, freudig angenommen. Das einzige was ich aus dem Stehgreif konnte war "Über den Wolken" ;-) Leider konnte ich nur die erste Strophe + Refrain, aber da niemand Deutsch konnte, hat auch keiner Mitbekommen das ich zweimal das Selbe gespielt habe :-)
Rechts mein ältester Gastbruder Aldo, sein Freund Esteban mit Frau

Meine Gastmama und Aldos Freundin Betti

Heute Morgen bin ich mit Alejandro zu seiner ehemaligen Schule gefahren. Dort war 25 jähriges Bestehen und er hat anlässlich dessen eine kleine Rede gehalten. Wie auch in dieser, herrscht in den meisten Schulen Quitos Uniformspflicht. So rennen also in dieser Schule alle mit schwarzen Hosen, weißem Hemd und blauem Pulli rum. Der Papa von meinen Gastsöhnen lebt in Holland mit Frau und zwei kleinen Töchtern. Und allesamt sind heute in Quito eingeflogen und bleiben für die nächsten drei Wochen. Deshalb bekam ich am Nachmittag die Gelegenheit die väterliche Seite der Familie kennen zulernen. Im Haus einer Tante war dann wieder typisch südamerikanisch ein kommen und gehen von Familienmitgliedern und zeitweise waren bestimmt 15 Leute da. Man erkennt ganz deutlich, wie anders hier alles abläuft. Da wird keiner erst Wochen vorher zum Mittagessen eingeladen, man kommt einfach - und wenn nicht, dann ist auch keiner sauer. Es ist alles viel lockerer und ungezwungener und Essen gibt es immer genug.

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