Hola!!!
Ist ist kurz nach halb Zehn abends und ich befinde mich zum erstem Mal in meinem Leben auf der anderen Seite des Äquators. Das heißt also, ich werde mal ausprobieren, ob das Wasser wirklich anders herum durch den Abfluss läuft.
Heute (pünktlich!) 14 Uhr bin ich in Quito gelandet. Ich bin also mitten in Ecuador und in einer der höchstgelegensten Hauptstädte der Welt - 2800m. Der Flug lief wie gesagt relativ problemlos. Schon beim einchecken in New York kam eine nette Name von der Fluggesellschaft und hat mich, aus welchen Gründen auch immer, in das vorderste Drittel der riesigen Warteschlange geschafft. Die überwiegend Südamerikanern, die dort anstanden, schien das nichts auszumachen. Man stelle sich mal vor, man würde sich in Deutschland bei einer Schlange "vordrängeln"...
Meine Gast-Mama Ana Maria hat mich am Flughafen mit meinem Namesschild begrüßt und mit dem Auto ging's dann in meine neue Bleibe für die nächsten drei Monaten. Ich habe momentan noch nicht den Überblick wie groß das Haus wirklich ist, es scheint zumindest riesig zu sein. Es gibt drei Stockwerke und zur Zeit leben hier Ana Maria, ihre zwei Söhne Aldo und Alejandro und noch ein Mädchen aus den Staaten. Es war allerdings keiner zu Hause, da alle zu den Großeltern gefahren sind. Also ging's weiter mit dem Auto in einen anderen Teil außerhalb von Quito. Was ich bisher gesehen habe, ist Quito sehr hübsch, es liegt umgegeben von Bergen (und Vulkanen) und das Wetter ist auch nicht zu heiß oder zu kalt. Angegekommen bei den Papas = Großeltern wurde mir schnell bewusst, was südamerikanische Großfamilie bedeuted. Ehrlich gesagt kann ich die Leute nicht mehr alle zuordnen, aber Oma, Opa, Onkel, Tanten, Kinder und Enkel waren alle vertreten. Mit meinem gebrochenem Spanisch konnte ich dann doch berichten wie mein Flug war und was ich eigentlich hier mache. Es sind aber alles sehr nette und aufgeschlossene Leute. Nachdem ich dann einige Zeit damit zugebracht habe, neue Spanischwörter zu lernen (nämlich die, die man in der Spanischschule nicht lernt ;-), bestandt der Zeitvertreib am Nachmittag dann daraus Karaoke Lieder zu siegen. Ich hätte immer gedacht, das traut man sich nur mit erhöhten Alkoholspiegel, aber tanzen und singen ist hier auch mit null Promille kein Problem :-)
Am frühen Abend gings dann wieder zurück ins Haus, Abendessen und dann Koffer auspacken. Jetzt liege ich in meinem Bett, mein Radio spielt Salsa Musik und lange werde ich die Augen wohl nicht mehr offen halten können. Fortsetzung folgt...Hasta luego!
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